Sturmtief Friederike fordert Verletzte bei Verkehrsunfall

Auch der Stadtfeuerwehr Sehnde bescherte das Sturmtief etliche Einsätze. Ein Großteil der Ortsfeuerwehren der Stadt Sehnde waren im Einsatz. Bei einem Unfall auf der B443 gab es Verletzte. Bereits um 8:11 Uhr löste die Regionsleitstelle Unwettervoralarm aus. Um 12:45 Uhr wurde die ELO (Einsatzleitung Ort) der Stadtfeuerwehr Sehnde, welche sich aus Kräften der verschiedenen Ortsfeuerwehren zusammensetzt, im Feuerwehrhaus in Sehnde aufgebaut. Diese koordiniert die insgesamt 40 Einsätze, die in kurzen Abständen eingingen. Der erste Einsatz traf die Ortsfeuerwehr Sehnde um 13:52 Uhr. Im Papenholz drohte ein Ast auf einen Weg zu fallen. Nach Erkundung stellte der Gruppenführer einen abgebrochenen Ast an einen Baum fest, der quer über den Weg hing. Da aber keine Gefährdung und dadurch keine Dringlichkeit bestand, wurde der Weg in beide Richtungen gesperrt und die Einsatzstelle dem Bauhof gemeldet. Der Großteil der Einsätze wurde durch Bäume verursacht, diese waren bereits auf Häuser oder Straßen gefallen oder drohten zu fallen.

Allerdings gab es auch Einsätze die schwerwiegender und aufwändiger waren.

• Im Müllinger Holz durchschlug ein herabfallender Ast die Windschutzscheibe eines aus Richtung Wassel kommenden Volvo und traf den Fahrer. Der Fahrer kam dadurch in den Gegenverkehr und traf einen entgegenkommenden Audi bevor von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Die Fahrer beider Autos wurden hierbei verletzt und mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die B443 musste in beide Richtungen voll gesperrt werden.

• In Köthenwald wurde durch den Sturm eine etwa einen Meter dicke Eiche entwurzelt, diese fiel auf die Straße. Hierbei gab es glücklicherweise keine Verletzten. Die Ortsdurchfahrt konnte während die Ortsfeuerwehr Ilten und der Bauhof der Stadt Sehnde den Baum klein sägten und beseitigten nicht durchquert werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt hat.

• In Höver wurden durch den Sturm die Dachplatten einer Scheune gelöst und drohten auf die Straße zu fallen. Unter Zuhilfenahme der Drehleiter und mit einem Geschirr zur Absturzsicherung stieg ein Kamerad der Ortsfeuerwehr Höver auf das Dach und entfernte die losen Platten.

Gegen Abend flaute der Sturm dann ab und die Einsatzzahlen gingen zurück. Trotzdem waren die Ortsfeuerwehren noch bis in die späten Abendstunden unterwegs um Einsätze, die zum Teil nur unter Zuhilfenahme der Drehleiter bewältigt werden konnten, abzuarbeiten. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Sehnde, Müllingen-Wirringen, Ilten, Haimar, Wassel, Rethmar, Höver, die Polizei, der Rettungsdienst und der Bauhof der Stadt Sehnde.

Brand auf dem Gelände der JVA Sehnde

Am heutigen Mittag kam es auf dem Gelände der JVA in Sehnde zu einer Rauchentwicklung aus einem Keller. Der Feuerwehr gelang es nach lang andauernden und aufwendigen Lüftungsmaßnahmen den Rauch aus dem Keller zu drücken. Verletzt wurde niemand.

Gegen 15.24 Uhr hatte zunächst die Brandmeldeanlage einen Brandalarm an die Sicherheitszentrale der JVA gemeldet. Daraufhin veranlaßten die Mitarbeiter die Alarmierung der Feuerwehr. Die entsandten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Ilten stellte bei der Erkundung im Kellergeschoß des Gebäudeteils eine Verrauchung fest. Ein Trupp ging unter Atemschutz vor und konnte das Feuer in einem Schaltschrank mittels CO2 Löscher schnell löschen. Die im weiteren ausgeführten Massnahmen bezogen sich auf die Nachalarmierung der Ortsfeuerwehr Sehnde um weitere Atemschutzgeräteträger vor Ort zuhaben und mit einem speziellen Be- und Entlüftungsgerät das Kellergeschoß vom Rauch zu befreien. Letzteres gestaltete sich sehr zeitaufwendig, da der Keller über kein Fenster verfügte.

Im Einsatz war die Ortsfeuerwehr Ilten und Sehnde mit 4 Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften.

​Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Ilten

Am Samstag den 13.01.2018 fand die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Ilten im Feuerwehrhaus statt.

Im Jahr 2017 hatte die Ortsfeuerwehr Ilten 278 Mitglieder davon 54 im aktiven Feuerwehrdienst, 14 in der Altersabteilung, 22 in der Jugendfeuerwehr, 30 in der Kinderfeuerwehr und 158 fördernde Mitglieder. Insgesamt 58 Einsätze gab es abzuarbeiten. Davon waren 7 Brand- und 45 Hilfeleistungseinsätze aber auch 6 Fehlalarmierungen. Diese hohe Zahl von Einsätzen sei vor allem durch eine Vielzahl von Unwettereinsätzen entstanden wie Ortsbrandmeister Andreas Neuse in seinem Jahresbericht erwähnte. Besonders hervor hob Ortsbrandmeister Andreas Neuse die sehr zeitintensiven Einsätze des ABC Zuges wo es zu 4 Alarmierungen kam. Insgesamt waren es 15 Alarmierungen mehr als im Vorjahr, wobei die Art der Einsätze sehr vielfältig war. Es ging von ausgelösten Brandmeldeanlagen über Ölspuren, Verkehrsunfällen, umgestürzte Bäume bis hin zu einem abgebrochen Schlüssel in Handschellen. Letzterer sorgte für Erheiterung in der Versammlung, wobei Ortsbrandmeister Neuse die genauen Hintergründe nicht näher erläutern wollte. Besonders erwähnte Neuse das neue HLF 20 was im Februar letzten Jahres bei der Firma Ziegler in Gingen in Empfang genommen werden konnte und am 19.05 in einer feierlichen Stunde offiziell durch die Stadt übergeben wurde. An der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf konnte 1 Technischer Lehrgang und an der NABK in Celle und Loy wurden 3 Führungslehrgänge bzw. Fortbildungen besucht. Bei den Ausbildungsdiensten innerhalb der Feuerwehr stand vor allem das neue Fahrzeug im Focus, aber auch neubeschaffte Ausrüstungsgegenstände wie ein Sprungretter, Rettungsplattform und eine Multifunktionsleiter wurden intensiv behandelt. „Wenn neue Gerätschaften beschafft werden muss damit auch geübt werden, denn nur kaufen reicht nicht aus“ mahnte Neuse an. Insgesamt ergeben sich aus Einsatz und Übungsdienst somit 2544 Stunden die von den Kameraden der Ortsfeuerwehr im letzten Jahr geleistet wurden. Auf der Mitgliederversammlung am 22.6.17 wurde Cord Kontezky als Nachfolger für den jetzigen stellvertretenden Ortsbrandmeister Daniel Gründer zum Gerätewart gewählt. Jugendgruppensprecher Adrian Laas berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Im vergangenen Jahr gab es drei Übernahmen aus der Kinderfeuerwehr so dass mittlerweile 10 Jungen und 12 Mädchen der Jugendfeuerwehr angehören. 52 Jugendfeuerwehrdienste wurden durchgeführt und dabei 96 Stunden in feuerwehrtechnische Ausbildung und 89 Stunden in allgemeine Jugendarbeit investiert. Auch die Jugendfeuerwehr Ilten hat wieder am 8 tägigen Zeltlager in Schwedeneck teilgenommen. Gemeinsam mit der Einsatzabteilung hat man Himmelfahrt am Feuerwehrhaus gefeiert. In den Wöchentlichen Ausbildungsdiensten stand auch hier das kennenlernen des neuen HLF 20 im Mittelpunkt. Des Weiteren wurden auch noch Technische Hilfeleistung, Löschangriff mit Verkehrssicherung, Menschenrettung und vieles mehr was im Feuerwehralltag so auf einen zukommen kann geübt. An der Winterolympiade welche mit Platz 6 und 10 abgeschlossen wurde hat man auch teilgenommen. Des Weiteren wurde am Bundeswettbewerb in Rethmar (Platz 5), und an der Fahrradralley in Bilm (Platz 2) teilgenommen. Am Zeltlager der Stadtjugendfeuerwehr Sehnde in Halvestorf im Landkreis Hameln hat man ebenfalls teilgenommen. Am 2.6 konnte bereits zum achten Mal eine Gruppe von Kindern aus Weißrussland begrüßt werden, mit welcher im Rahmen eines Jugendfeuerwehrdienstes am Feuerwehrgerätehaus Spiele gespielt und gemeinsam gegrillt wurde. Aber auch innerhalb des Ortes hat sich die Jugendfeuerwehr wieder eingebracht. Man nahm am Schützenausmarsch und Laternenumzug teil, hat beim Oktoberfest des Fördervereins Kinderspiele veranstaltet und auf dem Weihnachtsmarkt Flammkuchen und Kinderpunsch verkauft. Auch Kinderfeuerwehrwart Holger Weise ließ das vergangen Jahr Revue passieren. 15 Jungen und 15 Mädchen sind derzeit dabei, wobei dieses Jahr 10 Kinder an die Jugendfeuerwehr übergeben werden können. Im Dienstplan standen Themen wie z.B. Erste Hilfe, Verkehrssicherung, toter Winkel ebenso wie auch Basteln oder einfach nur spielen auf dem Plan. Ein paar Tränen liefen auch wie Weise schmunzelnd berichtete, da einige Kinder ihre selbstgebastelten Brandhäuser nicht abbrennen lassen wollten. Mit zwei Gruppen wurde auch an der Winterolympiade teilgenommen bei denen Platz 4. und 10. Belegt wurden. Bei den Grußworten der Gäste übergab Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse im Namen des Klinikum Wahrendorff einen Scheck über 1000€, welcher den Förderverein der Ortsfeuerwehr Ilten zugute kommt.

Aber auch Beförderungen konnten wieder durchgeführt werden. Tom Krüger wurde zum Hauptfeuerwehrmann, Delia Runge zur Oberfeuerwehrfrau, Arne Wetcke und Jan Döring zum Oberfeuerwehrmann, und Gregor Breves zum Feuerwehrmann befördert. Des Weiteren wurde Adrian Laas in die Einsatzabteilung übernommen.


​Viele Aufgaben für die Feuerwehr Sehnde

Am vergangenen Samstag fand im Feuerwehrhaus am Borsigring die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Sehnde statt.

Ortsbrandmeister Sven Grabbe konnte zahlreiche Gäste aus Feuerwehr, Politik und Unterstützern der Feuerwehr begrüßen.

Zu Beginn der Versammlung präsentierte der Ortsbrandmeister die Einsatzstatistik. Mit 108 Einsätzen im Jahr 2017 ist die Einsatzzahl nochmal leicht angestiegen, so Ortsbrandmeister Sven Grabbe. Aus 37 Brandeinsätze, 57 technische Hilfeleistungen, 17 Unwettereinsätzen und 12 Fehlalarme setzt sich das Einsatzaufkommen des letzten Jahres zusammen. Besonders erwähnenswert waren die Tierrettung des Hundes Sammy am Mittellandkanal bei Wassel. Leider gab es auch nicht erfreuliche Einsätze, wie eine Notfalltüröffnung bei einem Alterskameraden der Ortsfeuerwehr – für den Kameraden kam jede Hilfe zuspät.

Zum 31.12.2017 versahen 65 (davon 7 weiblich) Mitglieder ihren Dienst in der Einsatzabteilung. Die Tagesalarmsicherheit wird durch Kameraden die beim Baubetriebshof beschäftigt sind und dem neuen Feuerwehrgerätewart unterstützt. Erfreulich sei auch der Beitritt zweier Eltern deren Kinder in der Jugendfeuerwehr sind und jetzt als Quereinsteiger sich der ehrenamtlichen Tätigkeit widmen.

Mit der Beschaffung einer neuen Drehleiter muss es nun zügig voran gehen sprach Ortsbrandmeister Grabbe das Thema der Fahrzeugbeschaffung an, das jetzige Fahrzeug ist kaum noch nutzbar. Auch der 31 Jahre alte Rüstwagen muss ersetzt werden. Ebenso der Zustand im Feuerwehrhaus ist nicht mehr zeitgemäß, dass Gebäude ist viel zu klein geworden. Ein Entwurf zum Feuerwehrhaus wurde erstellt, dass war es bis dahin auch, sagte Grabbe.

Neben den zahlreichen Einsatzstunden gehört auch die Jugendarbeit, Aus- und Fortbildung und auch die Teilnahme an diversen Veranstaltungen zum Aufgabengebiet der Feuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr verzeichnet 16 Mitglieder teilte Jugendfeuerwehrwart Dennis Kraft der Versammlung mit. Drei Jugendliche konnten in die aktive Wehr übertreten. Hightlight war ein 24 Stunden Dienst im Feuerwehrhaus Sehnde aber auch das Jugendfeuerwehr Sommerzeltlager war ein Erfolg.

In der Kinderfeuerwehr sind 18 Mitglieder. Zum Jahresabschluss fand man sich in Zärties Arena in Sehnde mit den Kindern ein und hatte einen tollen Tag dort.

Meinhardt G.Bätje als Tauchgruppenleiter teilte in seinem Jahresbericht mit, dass die Tauchergruppe Sehnde über sechs aktive Taucher verfügt, davon sind zwei Lehrtaucher. Die Tauchergruppe Sehnde halte stets die Einsatzbereitschaft aufrecht, so Bätje. Im Jahr 2016 wurde die Tauchergruppe zu 8 Einsätzen alarmiert.

Dass die Ortsfeuerwehr Sehnde wird eine gute Arbeit leisten, konnte man an dem professionellen Vorgehen bei Einsätzen sehen, so Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. In einer Verpflichtungserklärung im Haushalt 2018 wurde ein Anbau an das Feuerwehrhaus und die Beschaffung einer neuen Drehleiter beschlossen, sagte Lehrke. Die Beschaffung der Einsatzbekleidung für Atemschutzgeräteträger wurde vollzogen.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke dankte den Aktiven für die unzählige ehrenamtliche Zeit im Dienste der Sicherheit.

Für Reinhard Haase war die Jahreshauptversammlung ein besonderer Augenblick, er hielt die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverband in Silber.

Eine weitere große Ehre kam Detlef Fach zu teil. Er wurde für 40jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen e.V. geehrt.

Gleich 10 Mitglieder konnten Ortsbrandmeister Sven Grabbe und Stadtbrandmeister Jochen Köpfer befördern, so wurden Laura Gäser, Anja Falkenhagen, Saskia Landau zur Feuerwehrfrau und Marcel Wölbitsch zum Feuerwehrmann ernannt. Lena Ascher Oberfeuerwehrfrau, Pascal Syzma Oberfeuerwehrmann, Benjamin Friehe Hauptfeuerwehrmann, Marco Pohl Erster Hauptfeuerwehrmann, Nils Haase und Dennis Kraft wurden zum Löschmeister ernannt.

​Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person

Am gestrigen Donnerstagabend gegen 23:41 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person. Die Insassen eines Skodas und der 20 Jährige Fahrer eines Audi A3 befuhren die kommunale Entlastungsstraße welche nördlich von Sehnde entlangführt. Schon vorher sei der 20 Jährige dem Skoda sehr dicht aufgefahren und habe gedrängelt. Als er den Skoda überholen konnte, beschleunigte er auf deutlich über die erlaubten 70 km/h. In einer langgezogenen Kurve kam er dann von der Straße ab und geriet auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite in den Graben. Diesen rutsche er noch etwa 80 Meter entlang, bevor das Auto mit der Front im Erdreich hängen blieb und sich mehrmals überschlug.

Der junge Fahrer konnte sich noch selbst aus dem Auto befreien wurde bei dem Unfall aber schwer verletzt und erlitt unter anderem ein schweres Rasanztrauma*. Er wurde zur Behandlung in die Medizinische Hochschule gebracht. Die alarmierte Ortsfeuerwehr Sehnde klemmte die Autobatterie ab, sicherte die Unfallstelle und leuchtete diese für die Polizei und die Unfallforschung aus. Im Anschluss wurde die Straße noch von Dreck gereinigt, welcher bei dem Unfall auf diese geschleudert wurde. Im Einsatz war die Ortsfeuerwehr Sehnde, die Polizei und der Rettungsdienst.

*Als Rasanztrauma bezeichnet man die Verletzungen aufgrund der Einwirkung hoher Werte kinetischer Energie auf den menschlichen Körper. Die kinetische Energie, die das Trauma verursacht, kann sowohl von der Geschwindigkeit des Körpers selbst als auch von der Geschwindigkeit eines auf den Körper einwirkenden Objektes herrühren, im Moment der Einwirkung werden hohe Beschleunigungs- bzw. Bremswerte erreicht.

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