​Gefahrgutgroßeinsatz in Höver

Am gestrigen Abend kam es auf dem Gelände einer Speditionsfirma in Sehnde- Höver, Hannoversche Straße, zu einem Chlorwasserstoff aus einem Container. Aus ungeklärter Ursache war ein Behälter mit ca. 20 Liter Chlorwasserstoff leckgeschlagen. Eine Person wurde verletzt. Die umliegende Bevölkerung war zu keiner Zeit akut gefährdet.

Um 22:15 Uhr am gestrigen Abend meldet die Firma, dass Dämpfe aus einer Wechselbrücke steigen würden. Durch Mitarbeiter wurde die Wechselbrücke aus der Verladezone gezogen und die Feuerwehr alarmiert.

Daraufhin wurde die Ortsfeuerwehr Höver sowie die ABC- Messkomponente alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wechselbrücke auf einer Freifläche vor der Umschlaghalle auf dem Firmengelände. Nach Informationen eines Betriebsangehörigen sollten sich 49 Behälter mit Chlorwasserstoff in der Brücke befinden. Umgehend ließ der Einsatzleiter das Alarmstichwort auf ABC 2 erhöhen. Daraufhin wurde ein Großaufgebot des ABC Zugs Region Hannover Ost, der Feuerwehren Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze zur ABC-Gefahrenabwehr in Marsch gesetzt. Weiter wurde eine sofortige Räumung der angrenzenden Lagerhalle veranlasst und der Brandschutz sichergestellt. Der Einsatzleiter legte ein Absperrradius von 50 Metern fest.

Die Feuerwehr begann umgehend mit Messungen an der LKW Brücke und Erkundungen der betroffenen Bereiche. Zur Erstmaßnahme wurden Hydroschilder aufgebaut ,mit dem das Niederschlagen der gut wasserlöslichen Dämpfe sichergestellt werden sollte. Zudem wurde ein Bereitstellungsraum am Feuerwehrhaus Höver eingerichtet.

Im weiteren Verlauf gingen Feuerwehreinsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen zu der Brücke vor. Mit Hilfe eines Gabelstaplers wurden die Ladung entladen. Die Schwierigkeit bestand in der Lagerung der Versandstücke. Die beschädigten Behälter standen an der Stirnseite und konnten durch die Einsatzkräfte nicht eingesehen und erreicht werden. Dieses macht es erforderllich, dass sehr viele Chemikalienschutzträger zum Einsatz kamen. Gegen 01:20 Uhr war die Ladung soweit entleert, dass die Einsatzkräfte das beschädigte Gefahrgut bergen konnten. Es stellte sich dabei heraus, das ein 20l Behälter beschädigt und ausgelaufen war.

Durch das Personal des am Freitag neu in Dienst gestellten GW Deko aus Bilm wurde das Personal sowie die Wechselbrücke dekontaminiert.

Um 03:15 Uhr entschied die Einsatzleitung der Feuerwehr aufgrund des Zustandes, dass die Einsatzmaßnahmen abgeschlossen sind und die beteiligten Einsatzkräfte mit dem Rückbau der Gerätschaften beginnen könnten. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr mit mehr als 130 Einsatzkräften und 45 Fahrzeugen rund 5 Stunden im Einsatz. Ein 37 järiger Mitarbeiter wurde durch den Rettungsdienst ambulant behandelt.


Aufgrund der Massnahmen war die Ortsdurchfahrt in Höver von 22:15 Uhr bis 23:50 voll gesperrt. Zeitweise staute sich der Verkehr bis über das Postfrachtzentrum hinaus und bis zum Ortsausgang nach Ahlten. Gegen 00:00 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben, dennoch stauten sich die LKw’s bis Anderten, da das Firmengelände weiterhin nicht befahren werden durfte.

​Erneut muss die Feuerwehr eine Ölspur beseitigen

Die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringenn musste am heutigen Dienstagmorgen gegen 05:19 Uhr eine Ölspur auf der Sarstedter Straße beseitigen.

Eine Funkstreifenbesatzung wurde auf die Ölspur in Müllingen aufmerksam und verständigte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte streuten mit drei Sackbindemittel den Ölfilm auf der Fahrbahnoberfläche ab. Auf einer Strecke von ca.150 Metern musste das Bindemittel aufgetragen werden.

Ein Verursacher konnte nicht festgestellt werden. Erst am 31.10.17 waren die Einsatzkräfte im selben Bereich, wegen einer Ölverschmutzung tätig.

Insgesamt waren 12 Einsatzkräfte mit 2 Fahrzeugen der Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen im Einsatz.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke übergibt lang ersehnten Gerätewagen Dekontamination an die Ortsfeuerwehr Bilm

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke freute sich am 02.11.2017 mit den Kameraden der Ortsfeuerwehr Bilm endlich den Gerätewagen Dekontamination offiziell zu übergeben. Er begrüßte unter den Gästen den stellv. Regionsbrandmeister Eberhardt Schmidt, Stadtbrandmeister Lehrte Jörg Posenauer, Mitglieder des Rates und des Ortsrats sowie die Feuerwehrkameraden aus den umliegenden Ortschaften.

Lange hat es gedauert, dieses Fahrzeug zu ersetzen, sagte Bürgermeister Lehrke. Das alte Dekontaminationsfahrzeug wurde 2010 durch den Bund an die Stadt Sehnde verschenkt. Bürgermeister Lehrke hatte gehofft, dass der Bund hier einen Ersatzbeschaffung genehmigt. Aber auch das Land, sowie die Region sahen hier keinen Bedarf um eine Ersatzbeschaffung zu erbringen, teilte Lehrke den Gästen mit. Nach dem 2014 der Feuerwehrbedarfsplan überarbeitet wurde, war sich der Rat einig, wieder ein solches Fahrzeug zu beschaffen. Da auf dieses Fahrzeug bei Gefahrgutunfällen nicht verzichtet werden kann und die Ortsfeuerwehr Bilm Bestandteil des ABC Zugs Region Hannover Ost ist. Wurde die Beschaffung durch den Rat und der Stadt Sehnde im Jahr 2016 genehmigt.

Durch die Firma Freytag wurde der Aufbau auf einem MAN Fahrgestell mit einem 220 PS Motor erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 128.000€ für das Fahrzeug, sowie 25.000€ für die Zusatzbeladung. Das Fahrzeug verfügt über ein Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen und kann noch von vielen Einsatzkräften mit dem alten Führerschein gefahren werden. Die Beladung des Fahrzeuges besteht im Wesentlichen aus Duschzelt, Wasserdurchlauferhitzer, Aufenthaltszelt mit Heißgerät Schlauchmaterial, Wasserpumpen, Stromerzeuger, Beleuchtungsgerät sowie Falttanks zum Auffangen des kontaminierten Wassers. Die Beladung ist auf Rollcontainern untergebracht. Zusätzlich wurde ein LED Lichtmast und eine Rückwarneinrichtung beschafft.


Zum Schluss wünschte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke allzeit gute Fahrt und eine hohe Lebensdauer. Das alte Fahrzeug hatte mit seinen 42 Jahren wirklich alles erdenkliche abgeleistet, meinte Lehrke. Darauf übergab er den Fahrzeugschlüssel an Ortsbrandmeister Thomas Beckner der diesen gleich an seinen Gerätewart Christian Rose weitergab und auf die Worte von Bürgermeister Lehrke einging, dieses Fahrzeug auch 42 Jahre zupflegen.

​Feuerwehr beseitigt Ölspur

Die Ortsfeuerwehr Ilten musste am Freitag, 02.11.2017 gegen 18:50 Uhr eine Ölspur zwischen Lehrte und Ilten sowie im Ortsteil Ilten beseitigen. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Durch ein technischen Defekt eines Fahrzeugs verlief die Ölspur von Lehrte in Richtung Ilten, sowie über die Strasse Kälberanger bis zum Wiesenstrauch. Die Ortsfeuerwehr Ilten wurde durch die Polizei alarmiert um den schmierigen Film auf der Fahrbahnoberfläche mit großen Mengen Bindemittel abzustreuen.

Insgesamt waren 12 Einsatzkräfte mit 2 Fahrzeugen im Einsatz. Eine private Firma wurde mit der Reinigung der Kreisstrasse beauftragt. Um das ausgestreute Bindemittel wieder aufzunehmen, wurde in der Ortschaft Ilten der Bauhof Sehnde verständigt.

Bagger zerreißt Gasleitung

Bei Baggerarbeiten in der Fimbergstraße (Sehnde) zerrissen Bauarbeiter mit der Schaufel eines Baggers eine unter Druck stehende Gasleitung. Brennbares Erdgas strömte aus und verbreitete sich unkontrolliert auf der Baustelle. Die Gefahrenstelle konnte bereits nach kurzer Zeit gesichert und Schaden abgewendet werden. Personen wurden nicht verletzt.

Um 12:15 Uhr wurde der Regionsleitstelle ein Baustellenunfall mit austretendem Gas in Sehnde gemeldet. Die Regionsleitstelle alarmierte neben der Ortsfeuerwehr Sehnde u. a. auch den Gerätewagen Messtechnik sowie den Rettungsdienst.
In der Fimbergstraße erneuern Bauarbeiter derzeit die komplette Straße. Beim Eintauchen der Baggerschaufel in den Sand, zerteilte die scharfe Metallkante an der Schaufelspitze eine dort verlaufende Gasleitung aus Kunststoff.

Sofort trat mit lautem Abströmgeräusch brennbares Erdgas aus. Nach einem ersten Schreck reagierten die Bauarbeiter sehr besonnen und räumten den Bereich umgehend.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten den Brandschutz sicher und sperrten den Bereich weiträumig ab. Servicetechniker der Avacon konnten die Gasleitung in der Nähe nach kürzester Zeit absperren. Um 12.27 Uhr war die Gefahrenstelle gesichert.

Die Feuerwehr war mit 5 Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften im Einsatz.

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